Im Winter draußen trainieren (8 Tipps)

Wer Calisthenics macht, steht jeden Winter vor derselben Entscheidung: Trainiert man auch bei Minusgraden weiterhin im Freien oder schließt man für die kalten Monate eine Studiomitgliedschaft ab.

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Ich bin ja ein Freund von Variante 1 und trainiere auch bei kalten Temperaturen lieber draußen. Falls du dir diesen Winter das Geld für das Studio sparen willst, habe ich hier einige nützliche Tipps für dich."

1. Besorge dir gute Handschuhe

Die Metallstangen sind im Winter so kalt, dass du mit nackten Händen irgendwann das Gefühl in den Fingern verlieren wirst. Darunter leidet natürlich dein Workout. Investiere für den Winter also in gute Handschuhe, die sowohl warm geben als auch ausreichend Beweglichkeit bei den Übungen zulassen. Welche Handschuhe ich verwende, kannst du in diesem Erfahrungsbericht nachlesen.

2. Mehrere Schichten anziehen

Wenn es richtig kalt wird, musst du mehrere Schichten Klamotten übereinanderziehen. Ich beginne immer mit einem Kompressionsshirt, über das ich ein normales Shirt anziehe, gefolgt von einem Übershirt, einem Pulli und einer Jacke. Für den Unterkörper sind es weniger Schichten. Hier reichen mir Kompressionsleggings und eine warme Jogginghose. Meine Füße packe ich in warme Socken ein. Natürlich solltest für dein Training im Winter nicht deine Sommersportschuhe verwenden, denn gerade die Füße kühlen schnell aus. Investiere in ein warmes Paar.

Mein Geheimtipp: Ein Nierenwärmer. Damit fühlt sich das Training im Freien selbst bei Minustemperaturen super gut an.

3. Aktive Pausen machen

Selbst mit der dicksten Klamottenschicht kühlt man in den Pausen bei entsprechenden Temperaturen schnell aus. Du solltest daher nicht wie im Sommer zwischen den Sätzen irgendwo rumsitzen, um dich zu erholen. Laufe stattdessen herum oder mache ein paar Dehnübungen. Hauptsache, du bleibst warm.

4. Durch die Nase atmen

Ein großes Problem im Winter ist die kalte Luft. Diese kann beim Einatmen schnell unangenehm werden. Atmest du durch die Nase ein, legt die Luft einen längerer Weg zur Lunge zurück und wird dadurch besser erwärmt. Wenn es an einem Tag besonders kalt ist, kann ein dünnes Tuch vor der Nase helfen, die Luft zu erwärmen.

5. Supersätze einbauen

Unser Körper kann nicht ewig gegen die Kälte ankämpfen. Um dein Training zu beschleunigen und die Pausenzeiten zu verkürzen, kannst du Supersätze in dein Training integrieren.

6. Auf dem Hinweg aufwärmen

Ein Warm-up ist beim Outdoor-Training im Winter besonders wichtig. Mein Tipp lautet daher: Wärme dich auf dem Weg zum Trainingspark auf. Du könntest zum Beispiel joggen oder das Fahrrad nehmen. Dies hat zwei Vorteile:

  1. Du kannst schneller mit dem eigentlichen Training beginnen
  2. Du kühlst auf dem Hinweg nicht aus.

7. Trainiere nach Plan

Im Winter kämpfst du nicht nur gegen die Kälte an, sondern meist auch gegen die Zeit. Die Sonne geht früher unter und dir bleibt oft nicht viel Tageslicht. Während du immer Sommer problemlos nach Gefühl trainieren kannst und ein Workout ruhig mal zwei oder drei Stunden dauern darf, solltest du im Winter einen Plan haben. Überlege dir im Vorhinein, welche Übungen du in wie vielen Sätzen absolvieren willst. So bleibst du auf das Wesentliche konzentriert und trödelst nicht herum. Es kann auch helfen, einen zeitlichen Rahmen festzulegen, um dich bei fehlender Lust zu motivieren. So weißt du, dass du in einer Stunde wieder im Warmen bist.

8. Immer genug trinken

Es kommt einem beim Outdoor-Training im Winter vielleicht so vor, als hätte man weniger Durst, du solltest aber auch bei kalten Temperaturen ausreichend trinken. Wenn es dir hilft, kannst du statt Wasser ein warmes Getränk in einer Thermosflasche mit zum Training nehmen.

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