Trainingstagebuch führen: Beispiel für Calisthenics

In diesem Artikel stelle ich dir meine Vorlage für ein Trainingstagebuch vor und zeige dir, was du alles tracken solltest.

Obwohl sich klassisches Hanteltraining und Calisthenics in vielen Punkten unterscheiden, haben sie doch eines gemeinsam: Fortschritte lassen sich nur messen, wenn man sie nüchtern dokumentiert. Denn ob man beim letzten Training im dritten Satz nun 10 oder 101 Klimmzüge geschafft hat, vergisst man ohne exakten Aufschrieb ruckzuck wieder.

Aus diesem Grund kann es Sinn machen, ein Trainingstagebuch zu führen. So hältst du nicht nur deine Fortschritte fest, sondern kannst im Nachhinein auch Rückschlüsse auf die Effizienz deines Trainings ziehen. Ich will dir in diesem Beitrag an einem Beispiel zeigen, wie du ein Calisthenics-Workouts richtig trackst."

Welche Punkte braucht das Trainingstagebuch? (Vorlage)

1. Art, Dauer und Datum

Ich persönlich finde es wichtig, neben Datum und Dauer auch die Art des Workouts festzuhalten. Also Ganzkörpertraining, Oberkörper, Unterkörper usw. So kannst du beim späteren Durchsehen nicht nur direkt erfassen, wann und wie lange du trainiert hast, sondern auch was.

2. Tabelle für die Übungen

Den Hauptbestandteil eines jeden Trainingstagebuches macht die Tabelle für die Übungen aus. Diese beinhaltet neben den Einzelübungen natürlich auch die Wiederholungszahlen der jeweiligen Sätze. Nur so kannst du feststellen, ob du dich im Vergleich zu deinen vorigen Workouts verbessert hast. Da du beim Eigengewichtstraining nur selten mit Zusatzgewicht trainierst, kommt es dabei vor allem auf die Anzahl der Wiederholungen an, zumindest am Anfang. Natürlich wirst du die Anzahl der Klimmzüge nicht bis ins Unendliche steigern können. Irgendwann spielt das Skill Training eine größere Rolle, womit wir auch schon beim nächsten Punkt sind.

3. Skill Training

Was beim Hanteltraining die 100 Kilo auf der Bank sind, ist beim Calisthenics der Muscle Up. Um diesen zu beherrschen, bringt es aber nichts, nur immer fleißig Klimmzüge und Dips zu machen. Irgendwann muss auch die Technik geübt werden, wie ich in diesem Artikel bereits ausführlich erklärt habe. Diesen Aspekt des Workouts würde ich in einer Extrakategorie unter Skill Training festhalten. Notiere dir die Übung, auf die du hin trainierst und wie viel Zeit du mit dem Üben dafür verbracht hast.

4. Cardio

Das Cardio-Training sollte nicht vernachlässigt werden. Du kannst es zwar in deiner Übungstabelle mit aufnehmen, meiner Meinung nach macht es aber mehr Sinn, ein Extrafeld dafür anzulegen. So musst du im Nachhinein nicht immer nach den Cardio-Übungen suchen und siehst auf den ersten Blick, wann, wie lange und was du für deine Ausdauer getan hast. Hier reicht ein einfacher Block mit den folgenden Infos: Übung, Dauer und gegebenenfalls zurückgelegte Strecke.

5. Bewertung des Trainings

Nicht jedes Training ist gleich gut. Das ist ganz normal, davon darf man sich nicht demotivieren lassen. Um besser zu verstehen, warum es manchmal besser, manchmal schlechter läuft, kannst du am Ende deines Trainingstages ein Bewertungsskala (zum Beispiel von 1 bis 10) einfügen. So weißt du später nicht nur, was du trainiert hast, sondern auch wie es lief und warum du vielleicht nicht die Resultate erzielt hast, die du dir wünschst.